Projektspezifikationen
- 58.000 m2 großes Grundstück
- 12.000 m2 Gebäudegrundfläche
- 12 Monate im Bau
Besonderheiten
- 38 Lkw-Stellplätze mit E-Ladepunkte für die elektrische Kühlung der Trailer
- DGNB Gold
- Drivers Lounge

Ausgangssituation
Lidl setzt auf regionale Logistikzentren, um Touren effizienter abzuwickeln und Kilometer einzusparen, vor allem aber die hohe Qualität der frischen Produkte zu sichern. So etwa auch in der bayrischen Stadt Hollfeld. Dort hat Scannell Properties für Lidl eine spezialisierte, energieeffiziente Build-to-Suit-Logistikimmobilie nach modernsten Standards entwickelt, die auf den effizienten Palettenumschlag sowie die Verteilung von Molkereiprodukten, Frischwaren und Trockensortiment ausgelegt ist.
Lösung
Bei Konzeption und Design des Kühllagers stand neben Lidls spezifischen Anforderungen vor allem die Nachhaltigkeit des Projekts im Vordergrund: Die ökologischen Auswirkungen sollten schon während des Baus minimiert werden.
Zunächst achtete das Team deshalb darauf, die Erdbewegung auf das absolute Minimum zu reduzieren. Es wurde möglichst wenig Beton und ausschließlich CO2-reduzierter Stahl mit hohem Recyclinganteil für die Konstruktion verwendet. Rund 17.000 m2 des 58.000 m2 großen Grundstücks bleiben unbefestigte Grünflächen. Um die ökologische Wertigkeit des Grundstücks zu steigern, wurden neben Wildblumenwiesen auch Bäume angepflanzt. Die 38 Lkw-Stellplätze verfügen über E-Ladepunkte, sodass die Kühltrailer elektrisch – und damit geräuschlos – betrieben werden können.
Flächenaufteilung
- 7.500 m2 Kühlfläche
- 3.800 m2 für Trockenlogistik
- 800 m2 Leerpalettenlager
- 1.300 m2 Bürofläche
Auch bei der Ausstattung legte das Team besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Das Wärmerückgewinnungssystem nutzt einen Teil der Abwärme der Kühlanlage, um das gesamte Lager und den Verwaltungstrakt zu beheizen. Das bedeutet, dass keine fossilen Brennstoffe verwendet werden müssen. Die Kühlung selbst wird mit natürlichen Kältemitteln betrieben. Auf dem Dach des Gebäudes wurde eine großflächige Photovoltaikanlage installiert, die Strom für den Betrieb generiert. Durch Regenwassernutzung wird der Wasserverbrauch der Anlage reduziert.
Durch strategische Aufschüttungen, die besondere Fassadengestaltung und die Begrünung der Anlage wurde die Immobilie optisch kaschiert, sodass diese sich gut in die umliegende Natur einfügt. Für die rund 80 Mitarbeitenden wurde eine helle, moderne Arbeitsumgebung geschaffen und für die Fernkraftfahrer:innen eine zusätzliche „Drivers Lounge“ mit Sanitäranlagen konzipiert.
Nachhaltigkeit
- betonsparende Konstruktion
- ausschließlich CO2-reduzierter Stahl mit hohem Recyclinganteil
- Wildblumenwiesen und Bäume wurden gepflanzt
- Abwärme der Kühlanlage heizt Lager und Verwaltungstrakt
- großflächige Photovoltaikanlage
- Regenwassernutzung
Ergebnis
Das Logistikzentrum umfasst rund 7.500 m2 Kühlfläche, 3.800 m2 für Trockenlogistik, ein Leerpalettenlager mit knapp 800 m2 und Büroflächen von rund 1.300 m2. Die schnelle Anbindung an die A70 bietet hervorragende Voraussetzung für die Versorgung in Süddeutschland und nach Österreich. Ende Februar 2026 wurde das Kühllager von Lidls langjährigen Logistikpartner ThermoLog in Betrieb genommen.
Bei der Entwicklung des Build-to-Suit-Kühllagers arbeitete das deutsche Team eng mit den Behörden vor Ort zusammen, um die Bedürfnisse der Gemeinde in die Konzeption, Planung und Durchführung des Projekts mitaufzunehmen. So entstand eine für Lidl maßgeschneiderte Cold-Storage-Lösung, die trotz minimierten ökologischen Fußabdrucks und optischer Verblendung keine Abstiche hinsichtlich Energieeffizienz und Produktivität macht.
